Die Kooperation mit YouTubern

Merchandising für den E-Commerce Bereich ist für social Influencer ein immer größer werdendes Thema. Natürlich verdienen YouTube Stars einen Teil des Geldes über YouTube selbst, zum Beispiel pro Klick oder auch durch die geschaltete Werbung. Aber immer mehr Influencer entdecken die wirkliche Power hinter ihrer Marke, die sie sich mühsam aufbauen, indem sie in den Merchandising-Bereich eintauchen. Im Grunde genommen ist das eine Win-Win-Win Situation. Der Influencer bekommt eine Provision für den Abdruck der eigenen Marke, der Merchandising Partner kann seine Artikel verkaufen und der Follower bekommt seinen Fanartikel.

Ja ich weiß. Jetzt werden wieder die ersten Stimmen laut, die vom Ausverkauf sprechen oder, dass die Influencer aus wirklich allem Geld machen wollen und dadurch ihre Glaubwürdigkeit verlieren. Ich sehe das ein bisschen anders und ergreife hier mal Partei für alle social Influencer. Stars aus YouTube oder Instagram sind kein wirklich neues Phänomen, nur kommen sie über ein Medium heraus, das vor vielen Jahren noch nicht möglich gewesen wäre. Fanartikel sind seit Star Wars (und ich meine das Star Wars der 70er) ein riesiges Geschäft, welches nicht existieren würde ohne Fans, die diese Artikel auch kaufen. Die Glaubwürdigkeit würde vielleicht verloren gehen, wenn ein Influencer sich durch ein Unternehmen sponsern lassen würde und wirklich toujour Product-Placements auf seinem Kanal platzieren würde.

Wieviel Provision bekommt ein social Influencer? Das kann man unmöglich verallgemeinern, da es von vielen Faktoren abhängt. Ganz grob kann man von zwischen 30% – 50% sprechen. Da der Anteil nicht gerade gering ist, muss man sich dies für die eigenen Produkte genau durchrechnen und es ist auch nicht für jeden Artikel wirklich sinnvoll.

Was sich aber als sehr schwierig herausgestellt hat, ist die Kontaktaufnahme zu den social Influencern. Ab einer gewissen Größe, ist es ihnen natürlich kaum noch möglich, sich selbst um alle Anfragen zu kümmern und ein Management kümmert sich um die Anfragen. Das ist mehr als verständlich. Bei den wirklich großen YouTubern ab 500.000 Abonnenten werden das manchmal über 100 Mails pro Tag sein und davon dutzende Anfragen zu Kooperationen. Das muss natürlich alles bearbeitet werden. Deshalb ist die Kooperation im Bereich Merchandising so angenehm, da dieser Geschäftszweig einfach nebenherläuft.

Das bedeutet, dass man bei der Kontaktaufnahme sehr genau überlegen sollte, wie man hier rangeht.

Email: Ist natürlich die erste und einfachste Möglichkeit. Das Risiko, dass diese untergeht, ist allerdings sehr groß und man sollte die E-Mail gut und Influencer-spezifisch verfassen, sowie das Angebot von vornherein genau aufzeigen. Ja, ich kenne diese Wahnsinns-Strategie KEINE Zahlen zu erwähnen um sein Gegenüber anzulocken. Ich bin eher ein Freund von klaren Ansagen und weniger Taktieren. Die Zeit ist den wirklich erfolgreichen Influencern verständlicherweise zu viel Wert als sie fürs Taktieren zu verschwenden.

Marke: Der andere, aber sehr viel Anstrengendere, Weg ist selbst zu einer bekannten Marke zu werden und somit das Interesse des potentiellen Kunden zu wecken. Unterschätzen sollte man nicht den Punkt ob die Marke auch zum Influencer passt. Falls ja, ist die Chance groß direkt angeschrieben zu werden.

Mustersendung: Nicht die schlechteste Idee durch das Produkt an sich auf sich aufmerksam zu machen und damit gleich mit offenen Karten zu spielen. Es gibt hier nur einen großen Haken an der Sache. Wohin schickt man das Päckchen damit es nicht untergeht? Hier ist eine gute Recherche ein MUSS.

Welche Art von Produkten Sinn machen ist natürlich Zielgruppen-abhängig. Ich sage mal ein Influencer fürs Kochen und Backen sollte sich nach Keksdosen umsehen und ein Influencer für Beauty-Artikel ist bei Handyhüllen nicht verkehrt aufgehoben. Das Alter spielt auch eine nicht untergeordnete Rolle, da eine Fan-Gemeinde zwischen 9-12 Jahren finanziell nicht zu sehr strapaziert werden sollte und das sollte man den Eltern auch nicht antun. 😉 Hier tun es wohl einfach T-Shirts.

Warum unsere Kooperationen mit Influencern sehr gut funktionieren? Weil das Konzept simpel und ohne Risiko für beide Seiten ist. Wir produzieren erst ab Bestellungseingang, was ein Lager obsolet macht und nur bedingt, dass die Produktion reibungslos läuft. Das heißt weder der Influencer, noch wir müssen in Vorleistung gehen. Neue Designs, oder Special Editions mit kurzer Laufzeit sind auch einfach umsetzbar. Und das Produkt selbst ist natürlich ideal. Knapp 90% der Fans schauen sich die YouTube Videos über das Smartphone an, Instagram ist sowieso bei 98% nur über das Handy interessant und bei Facebook sind es auch gut über 90%. Also haben alle das Handy in der Hand und was liegt da näher als das Logo seines Idols gleich direkt auf dem Handy zu haben? 😉

Wir sind auch weiterhin auf der Suche nach weiteren Kooperationen. Mal schauen wen wir als nächstes für uns gewinnen können.